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Vom Stamm zum Tisch: Wie ein Möbel in sechs Wochen entsteht

Von der Auswahl der Bohlen bis zur Auslieferung. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie in unserer Werkstatt ein Esstisch entsteht.

Max Mustermann1 Min. Lesezeit

Tischler zeichnet mit Bleistift eine Linie auf ein Holzbrett, daneben liegen Hobelspäne

Sechs Wochen klingt lang für einen Tisch. Wer einmal zugesehen hat, was in dieser Zeit passiert, versteht, warum es nicht schneller geht. Und warum es auch nicht schneller gehen sollte.

Woche 1: Die Bohlen aussuchen

Alles beginnt im Holzlager. Unsere Eiche kommt aus Wäldern im Umkreis von 150 Kilometern und hat mindestens zwei Jahre an der Luft getrocknet, danach noch einige Wochen in der Trockenkammer. Für eine Tischplatte suchen wir Bohlen aus, die in Farbe und Wuchs zueinander passen. Oft kommen alle aus demselben Stamm.

Woche 2: Zuschnitt und Ruhe

Die Bohlen werden grob zugeschnitten und vorgehobelt. Danach ruhen sie ein paar Tage in der Werkstatt. Holz bewegt sich, wenn man es öffnet. Diese Bewegung soll passieren, bevor wir es endgültig auf Maß bringen.

Woche 3: Die Platte

Jetzt wird es genau. Die Kanten werden gefügt, bis zwei Bretter ohne Leim fast aneinander haften. Dann wird verleimt, gepresst und am nächsten Tag plan geschliffen. Eine Platte mit drei Metern Länge darf am Ende nicht mehr als einen Millimeter Abweichung haben.

Woche 4: Gestell und Verbindungen

Beine und Zargen werden mit Schlitz und Zapfen verbunden, so wie Tischler das seit Jahrhunderten tun. Diese Verbindung hält ein Leben lang, wenn sie gut gemacht ist. Die Platte wird mit Holzklötzchen befestigt, die ihr erlauben, im Winter zu schwinden und im Sommer zu quellen.

Woche 5: Oberfläche

Wir schleifen in vier Stufen bis auf Körnung 240, wässern das Holz zwischendurch und ölen dann in zwei Durchgängen. Jeder Durchgang braucht Zeit zum Aushärten.

Woche 6: Auslieferung

Wir bringen den Tisch selbst, tragen ihn an seinen Platz und richten ihn aus. Dazu gibt es ein Pflegeset und eine kurze Einweisung. Und dann wird er endlich benutzt.

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Ein erstes Gespräch ist kostenlos und unverbindlich, in der Werkstatt, bei Ihnen zu Hause oder am Telefon. Danach wissen Sie, was möglich ist und was es kostet.