Öl oder Lack? So pflegen Sie Massivholz richtig
Geölt oder lackiert? Was die Oberflächen unterscheidet, wie Sie einen geölten Tisch pflegen und was bei Flecken und Kratzern hilft.

Massivholz lebt, und es will gepflegt werden. Wie viel Pflege es braucht, hängt vor allem von der Oberfläche ab. Die beiden gängigsten Varianten sind Öl und Lack.
Lack: geschlossen und pflegeleicht
Lack bildet einen Film auf dem Holz. Wasser, Rotwein und Fett perlen ab, und im Alltag reicht ein feuchtes Tuch. Der Nachteil: Ein tiefer Kratzer geht durch den Film, und reparieren lässt sich das nur, indem man die ganze Fläche abschleift und neu lackiert. Außerdem fühlt sich lackiertes Holz kühler und glatter an, eher wie Kunststoff.
Öl: offenporig und reparierbar
Öl dringt ins Holz ein und härtet dort aus. Die Oberfläche bleibt offenporig, fühlt sich warm an und sieht natürlicher aus. Flecken sind möglich, lassen sich aber fast immer wieder entfernen. Ein Kratzer wird mit feinem Schleifvlies bearbeitet und nachgeölt, danach ist er verschwunden.
Ein geölter Tisch sieht nach zehn Jahren besser aus als am ersten Tag, ein lackierter selten.
Pflege eines geölten Tischs
- Täglich: mit einem nebelfeuchten Baumwolltuch abwischen. Keine Mikrofasertücher, sie schleifen auf Dauer wie Schmirgelpapier.
- Bei Bedarf: mit milder Seifenlauge reinigen, zum Beispiel mit Holzbodenseife.
- Ein- bis zweimal im Jahr: das Pflegeöl dünn auftragen, 20 Minuten einziehen lassen und den Überstand gründlich abreiben.
Und wenn doch etwas passiert?
Bei Wasserrändern hilft oft schon ein warmes Bügeleisen über einem Baumwolltuch. Rotwein und Kerzenwachs bekommen wir in der Werkstatt fast immer wieder heraus. Bevor Sie zu Hausmitteln greifen, rufen Sie lieber kurz an, das kostet nichts.

